Weihnachtliches auf Plattdeutsch

 

Wiehnachtsstern

 

Buten is dat düster un kolt.

Dor achtern äöwern Holt

blinkt un winkt ein Stern.

Blots för us Kinner up Ern.

 

Dei lücht us aaltied

inne Wiehnachtstied.

Äöwerall ganz wiet

nu kiekt wi aal mit.

 

Wi wiet mach hei wech wän?

Kieneiner kummp do hen.

Dei Raumstation an`n Himmel

ganz lüttket, kreist dör`t Getümmel.

 

Nimm di Tied un kiek.

Dei Himmel is so wiet!

Draih dien Kopp hen off her

Wiehnachten lücht Sterne väl mehr.

Hildegard Tölke (2009)

 


Jesus is geborn

In südoldenburger Plattdütsch

vertelld för Kinner

van Hildegard Tölke,Lohne

 

Josef un Maria gaoht nao Bethlehem. Kaiser Augustus will siene Lüe tell`n.

Dei Wech is so wiet. Bold krigg Maria ehr Kind.

För Josef un Maria is narnsnich ein Ruum frei tau schlaopen.

Do mäöt sei in Bethlehem in ein`n olen Stall

äöwernachten. Midden inne Nacht krigg Maria ehr Kind.

Sei wickelt dat inne Peiken (Windeln) un legg

dat Lüttke in `ne Fauerkrüppen.

In disse Nacht sünd Schepers mit ehre Schäöpe in dei Gägend.

Buten is dat pickduster un müskenstill. Upn`maol wedd dat lecht Ein grooten Engel schwäwd daol, liek up dei Schepers tau.

Dei verschrücken sick bannig,harn Angst.Dat wass ehr so wunnerlick taumaue.

Dei Engel lüchtet un straohlt ehr fröndlick an un segg:

„Gi bruukt kiene Angst tau häbben.Van Nacht maokt Gott aale Mensken uppe ganzen Welt `ne groote Fraide.

Vandaoge is in Bethlehem dei Heiland geborn.

Hei is jau Retter. Gaoht forts hen un kiekt nao !

Hei ligg at Kind ligg in`ne Fauerkrüppen.“

Un nu wass dei ganze Himmel vull un so lecht. Dei Engels süngen:

„Ehre sei Gott in der Höhe!

Frai up Ern !

Gott häff aale Mensken leiw!“

Dei Schepers gaoht schlacke los un würklick:.

In ein Stall saiht sei Maria un Josef un

dat lüttke Kind.

 


Melodie: Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen….

 

An`n Wiehnachtsboom dör lücht dat helle.

Wi aale frait us, jung un olt.

Twei Engel s bringt us gaue Naohricht,

Frä` schall nu wern up use Ern.

 

Dei Kinner kiekt mit gro ote Oogen.

Sei aale singt, dat Hart ehr kloppt.

Is Christkind kaomen, will bi us waohnen,

schall blieben hier dat ganze Johr.

Hildegard Tölke, Lohne

 

 

In dei düstern Nacht an `n Hilligaobend,

woll duusend Engels kaomt van baoben.

Sei schwäwt, spält un singt,

us dei gaue Naohricht bringt.

In Bethlehem is dat Jesuskind geborn.

Dat is dei ganzen Welt ehr Retter worn.

Hildegard Tölke,Lohne

 


 

Die Plattdeutsch-AG:

 


PLATT IS COOL!

 

Ich schnack Platt, du uck?

 

Wusstest du schon, dass Plattdeutsch die älteste Sprache in unserer Region ist?

Plattdeutsch ist eine eigene Sprache.

Vor ca. 1500 Jahren haben die Sachsen, die hier lebten, die Sprache mit nach Holland und England genommen.

Noch heute findest du viele Wörter, die eng mit Plattdeutsch verbunden sind:

Wasser-water Waoter

Apfel- apple –Appel

Tür- door- Dörn

Kuh-cow-Kauh

Fisch-fish- Fisk

Schiff-ship-Schipp

 

Das sind nur ein paar Beispiele!

 

Wer Plattdeutsch reden und verstehen kann, lernt leichter Englisch, umgekehrt auch!

In der Universität Vechta lernen das nun in einem Seminar unter Prof. Dr. Kürschner auch 120 Studierende. Dabei helfen Kinder aus der Alexanderschule und zeigen ihnen wie schnell es geht.

Macht mit in der Plattdeutsch AG.

 

In diesem Jahr findet wieder der plattdeutsche Lesewettbewerb statt.

Mit dem Lied und dem Gedicht fangt schon mal an.

Dat is nich schwor!

 


Melodie:

Es war eine Mutter,die hatte 4 Kinder….

 

Dor wör eine Mama,

dei har veier Kinner:

Dat Fräuhjohr, den Sommer,

den Harvst un den Winter.

 

In Fräuhjohr blaiht Blaumen,

in Sommer dei Klei,

dei Harvst, dei bring Appels,

dei Winter den Schnei.

 

Wi frait us nu aale

up`t neie Johr.

Wi bruukt Gottes Sägen,

dat is jao woll klaor.

 

Nu wess man tau fraihe

mit diene Tied,

schnack Platt mit dien Frönde

un singe ein Lied.

 



Giff Fraide

 

Dat is nu maol un aaltied wäsen,

aff un tau giff´t ein uppe Näsen.

Faoken nich tau gaut taufrä´

nao Schaule gaohn: Nä!

 

Dag för Dag dei Bäuker schläpen,

in Mathe mangers nicks begräpen.

Dei Fählers in so´n schwor Diktaot,

Vokaobeln lern bit nich mehr gaiht.

 

Denn einen fallt dat aals so tau.

Dei köm all uppe Welt ganz schlau.

Un ick, ick mott mi plaogen,

häbb faoken wat tau klaogen

 

Gägensietig mäöt wi us bistaohn,

Laot du dei ännern nich kort affgaohn.

Wecke kaomt uck ut´n ännert Land,

dei häbbt un bruukt uck ehrn Verstand.

 

Bi us dor is ein ännert Läben.

Ein fröndlick Wor kanns aaltied gäben.

Disse Fraide, dei du üm giffs,

kummp fortsen trügge un sei bliff..

 

Hildegard Tölke


 

Hildegard Tölke zeigte den über 120 Studentinnen und Studenten des Plattdeutsch-Seminars der Uni Vechta mit ihrer  Plattdeutsch-AG aus der Alexanderschule eine Unterrichtsstunde in Plattdeutscher Sprache.
Es ging um Tiernamen in plattdeutsch und um eine Fabel mit "Foss und Wulf", in der der Fuchs den Wolf im wahrsten Sinne des Wortes aufs Glatteis führt. Die Geschichte wurde nicht nur gelesen und inhaltlich bearbeitet, sondern auch von den Schülern amüsant nachgespielt.
Das Publikum war begeistert. Am Ende gab es reichlich Applaus für diese gelungene Demonstration einer Plattdeutschstunde mit Grundschulkindern.
Die Fotos zeigen den vollbesetzten Hörsaal mit Studenten
sowie  plattdeutsche Fachleute "älteren Semesters".
Ein weiteres Foto zeigt eine Szene aus dem Plattdeutsch-Unterricht.

 

 


Witze

Lehrerin Dierkes fraogt Lukas: Wi kanns du bloß Tiger mit ie schriewen“?

„Is ganz licht, mit mien Füller“, sä Lukas.

***

 

Fritz klaut Appels. Dei Naober sütt üm un schellt un larmt los: „Dat segg ick forts dien Pappen.Wo is hei dann?“

Fritz: „Baoben äöwer mi in`n Appelboom!“

*****

 

Oma will ehrn Enkel eine Fraide maoken. „Felix,du draff di van mi ein Bauk wünsken.“

„Klaor“, segg Felix, „Ick wünsk mi dien Spaorbauk!“

 

*****

 


 

Melodie:In einem kleinen Apfel

In usen dicken Appel,

dor sitt wat Feines drin,

Den moss du maol bekieken

un biet dor uck forts in.

 

 

In jedet lüttke Hüsken

schlaopt bruune Körnkes dicht.

Sei teuwt up di all lange

un lacht di in`t Gesicht.

 

 

Dei Schaole hold tausaomen

den seuten Saft för di.

Ät jeden Dag ein`n Appel

mit so väl Vitamin.

Hildegard Tölke

 

 

 


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