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Bisherige Erfahrungen der Alexanderschule mit
dem Einsatz des Computers im Unterricht
Von den Anfängen
Im Schuljahr 1992/93 begann die Alexanderschule mit
ersten zaghaften Versuchen, den Computer im Unterricht einzusetzen. In einem 3. Schuljahr stand der erste
Computer. Die Klassenlehrerin hatte sich durch persönliches
Engagement für den Einsatz stark gemacht. Sie machte sich mit der Bedienung vertraut und nutzte ein
Schreibprogramm, um damit im Deutschunterricht von den Schülern Texte schreiben zu lassen. Die Entlastung
bei der Ausführung von Schreibtätigkeiten durch die Schüler und die Möglichkeit des kooperativen Schreibens
machten erste Vorteile des Computereinsatzes deutlich. (Vgl. "Von der "off-line"-Arbeit zur "on-line"-Erschließung
der Welt". Ein Erfahrungsbericht aus der Grundschule, in: Beispiele, hrsg. vom Niedersächsischen
Kultusministerium, Heft 4/2000, S. 28)
Im Schuljahr 1993/94 wurden im Rahmen einer
Untersuchung in zwei 1. Klassen wichtige Erkenntnisse über das Lesen- und Schreibenlernen mit Unterstützung durch
den Computer gewonnen. Es zeigte sich, dass bereits Erstklässler den Aufbau und die Struktur von
Programmen erfassen können. Durch die gemeinsame Arbeit am Computer (ein Kind lautiert, ein anderes tippt das Wort
auf dem Computer, beide erlesen das Wort auf dem Bildschirm) wird das Schreiben- und Lesenlernen gezielt
gefördert.
Die ersten Erfahrungen stimmten zuversichtlich, denn die Schüler akzeptierten den Computer als Arbeitsmittel,
neue motivierende Übungsformen bereicherten den Unterricht.
Kinder der 1. Klasse arbeiten am Computer
In den folgenden Jahren führte der zunehmende Einsatz
des Computers auch in anderen Klassenstufen zu verstärkten Diskussionen um das Für und Wider eines
Einsatzes des Computers im Unterricht einer Grundschule.
In dieser Phase zeigte sich, dass es notwendig war für den Einsatz des Computers erste Zielsetzungen zu formulieren.
Es wurde schnell deutlich, dass über das Schreiben hinaus der Computer Eingang finden musste in die unterrichtliche
Arbeit im Rahmen von differenzierendem und offenem Unterricht. Der Computer bot nicht nur die Chance zur
Hilfe beim Lesen, Schreiben und Rechnen mit entsprechenden Lernprogrammen, sondern eröffnete weitere
vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Diskussion über den richtigen didaktischen Ort (Einsatz in der Klasse oder im
Computerraum, Einbindung in den Wochenplan oder Nutzung als Förderinstrument mit entsprechenden
Programmen usw.) mündete 1994 in eine schulinternen Lehrerfortbildung.
Der hohe didaktische Stellenwert des Computers für den Unterricht
in der Grundschule wurde anerkannt.
Es folgte in der Folgezeit:
· die Ausstattung aller Klassen mit Computern,
· die Einrichtung einer Lese- und Schreibwerkstatt, deren
Ausstattung mit Computern und einem Internetanschluss,
· eine Erweiterung des Angebotes an Lernprogrammen
· sowie die Vereinbarung über regelmäßige Fortbildungs-
angebote in Kooperation mit dem örtlichen Kreisbildungs-
werk.
Finanziert wurde die Ausstattung mit Hilfe von
Sponsorengeldern, durch eine finanzielle Unterstützung durch die Hochschule, mit Geldern des Fördervereins der Schule
und persönlichem Engagement einiger Eltern und Kollegen.

Der Computer unterstützt Schüler einer 1.
Klasse beim Lese- und
Schreiblehrgang
Multimediale Erweiterung
Die neuen multimedialen Möglichkeiten nutzte die Schule
zur erfolgreichen Teilnahme an verschiedenen landes -
und bundesweiten Internetprojekten:
· Im Schuljahr 1998/99 beteiligte sich eine 4. Klasse der
Alexanderschule an dem bundesweiten Projekt uni@schule.
· Im Schuljahr 1999/00 nahmen Schüler der 3. Klassen im
Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft an dem niedersächsischen
Wettbewerb Literatur@tlas teil.
· Seit dem 1. März 2000 nimmt die Schule am europäischen
Bildungsprojekt "Comenius" teil und
arbeitet hier mit Schulen
in Ungarn und Frankreich zusammen.
Ausstattung heute
Wie zu Beginn beschrieben wurden die ersten Computer im Schuljahr 1992/93 eingesetzt.
Mittlerweile sind 12 Jahre vergangen, in denen es eine rasante Entwicklung im Bereich der Computertechnik gegeben hat.
Wurde zu Beginn noch mit Computern der Generation XT, AT und 286er gearbeitet, sind heute Pentium 4 Rechner Standard.
Entsprechend hat auch das Angebot an Software immens zugenommen. Rechner der "Vor-Pentium-generation" sind heute nicht mehr einsetzbar,
da die Systemvoraussetzungen für die Lernsoftware nicht mehr ausreichen. Die Nutzung von Windows 98 oder höher als Oberfläche ist
eine Voraussetzung für den unterrichtlichen Einsatz.
Der Ausstattungsstand der Alexanderschule mit einsatzfähigen Computern hat sich nach erfolgreicher Teilnahme
an der n21- Ausschreibung 2002 erheblich verbessert.
Als Schule mit Medienprojekt konnten zwei vernetzte Workstationen mit insgesamt 12 Rechnern und 24 Schülerarbeitsplätzen
eingerichtet werden. Zudem haben alle Rechner einen DLS - Internetzugang.
Das gesamte Kollegium nahm anschließend an einer umfangreichen „Intel“-Schulung teil, die alle Teilnehmer mit Zertifikat
abgeschlossen haben.
Durch diese neuen Voraussetzungen konnten weitere schulische Projekte und Arbeitsgemeinschaften im Multimediabereich angeboten werden:
z.B. Schülerzeitung, AG „Word und Internet“, Homepage-Erweiterung durch Einbeziehung aller Klassen und ihrer Projekte.
Schüler arbeiten an vernetzten Rechnern in den Workstationen.
Zielsetzungen
Die Forderung nach der Einbindung des Computers als fester Bestandteil im Schulalltag verlangt eine Verankerung
des damit verbundenen Konzeptes in das Schulprogramm.
Dem medienpädagogischen Konzept der Alexanderschule liegt das Ziel zugrunde,
die Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit am Computer in den Schlüsselqualifikationen Kreativität, Kooperationsfähigkeit,
Selbstständigkeit, Medienkompetenz sowie in der Fähigkeit zu vernetztem Denken zu fördern.
Das pädagogische Konzept zum Einsatz des Computers im Unterricht basiert dabei auf drei zentralen Grundgedanken:
- Förder- und Forderaspekt: Einsatz von geeigneter Lernsoftware, um einzelne Schüler oder auch Schülergruppen zu
fördern und zu fordern.
- Kreativitäts-, Kooperations- und Kommunikationsaspekt: Neue Technologien werden eingesetzt als Schreib-
und Gestaltungsmittel sowie als Mittel der Kommunikation
mit anderen.
- Vernetzungsgedanke: Neue Technologien werden eingesetzt als multimediale Infothek mit Zugriffsmöglichkeiten auf
elektronische Lexika, auf das Internet und auf ein schuleigenes
Intranet. ( vgl.: "Auf dem Weg zur vernetzten Schule" in:
Beispiele , a.a.O. S. 25)
Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes wird auch in den nächsten Jahren abhängig sein von den
Kooperationsmöglichkeiten der Schule mit dem Schulträger und einigen staatlich geförderten Schulprogrammen
(n-21, Marktplatz für Schulen, Schulen ans Netz etc.) und geeigneten Kooperationspartnern für Projekte.
Wichtig hierbei ist jedoch, dass das im Schulprogramm festgelegte Konzept immer nur einen Zwischenaspekt auf dem Weg zur
Medienerziehung darstellen kann. Es bedarf eines ständigen Überdenkens und einer neuen Ausrichtung auf die Weiterentwicklungen
im Bereich der neuen Technologien.
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