Allen Menschen Musik näher bringen
Grundschullehrerinnen der Alexanderschule Vechta
studieren in Vechtas Partnerstadt Jászberény Kodály-Methode

 

Viele neue Eindrücke und Erfahrungen haben Sarah Ewest und Ricarda Hedtfeld von einer zweiwöchigen musikalischen Entdeckungsreise aus Ungarn mit nach Hause genommen.

Die Grundschullehrerinnen der Vechtaer Alexanderschule haben in Vechtas Partnerstadt Jászberény die Kodály-Methode studiert. Alljährlich können zwei Vechtaer – Wissenschaftler, Musiklehrer oder Studenten – auf Einladung der Stadt Jászberény das weltweit bekannte musikpädagogische Konzept kennen lernen.

Die Kodály-Methode wird in ganz Ungarn im Musikunterricht angewandt. Sie ist nach dem ungarischen Musikpädagogen und Komponisten Zoltán Kodály (1882 bis 1967) benannt, der in Kecskemét in der Nähe von Jászberény geboren wurde und den Musikunterricht in Ungarn in den 40er Jahren revolutionierte. Kodálys Ziel bestand darin, jedem Menschen, nicht nur den Gebildeten, die Musik zugänglich zu machen. Die menschliche Stimme und ihr Gesang sei das Instrument aller. Und da die Stimme als Instrument allen am leichtesten zugänglich sei, könnten auf diese Weise Massen zur Musik geführt und kulturpolitische Veränderung bewirkt werden.

Immer an der Seite der beiden Vechtaer Lehrerinnen war in den zwei Wochen Andreas Bernhard, Vorsitzender des Freundeskreises Vechta und Musiklehrer an der Musikschule in Jászberény. Er erläuterte den deutschen Lehrerinnen die Unterrichtsmethoden Kodálys und besuchte mit Sarah Ewest und Ricarda Hedtfeld verschiedene ungarische Schulen, um die Anwendung der Methode hautnah im Unterricht zu erleben.

„Eigentlich ist Kodály mehr eine Philosophie als eine Methode“, resümierte Sarah Ewest. Einige Elemente könnten auch für den deutschen Unterricht übernommen werden. Nicht möglich sei dagegen, das gesamte Kodály-Konzept im schulischen Musikunterricht umzusetzen, weil es sehr umfangreich ist und vom Kindergartenalter bis in die 8. Klasse reicht. Rückblickend betrachten beide Lehrerinnen ihre Reise, die auch durch die Stadt gefördert wurde, als einen großen Erfahrungsgewinn.


Das Foto zeigt Ricarda Hedtfeld und Sarah Ewest vor dem Kodŕly-Institut


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